FAQ

FAQEBC BRAKES · KNOWLEDGE CENTER

Antworten, die
Sie weiterbringen.

Von Produktauswahl und Einbremsen bis zu Montage, Geräuschen und Vibrationen: fundiertes Wissen rund um EBC Bremsen – verständlich aufbereitet.

TECHNIKPRODUKTWISSENSERVICE
01 / FAQ

Häufige Fragen

Antworten rund um Produkte, Technik, Montage und Service.

Unsere Ultimax (Blackstuff), Greenstuff, Yellowstuff und Redstuff-Bremsbeläge werden mit einer Einbremsbeschichtung ausgeliefert, die die Bremsscheiben-Oberfläche aufraut um das Bed-In, also das „Anschmiegen“ der Beläge an die Discs zu optimieren und zu verkürzen. Gleichzeitig sorgt diese Beschichtung in den ersten 100-200 Kilometern bereits für eine starke Bremsleistung. Daher sollte diese Beschichtung auch niemals manuell entfernt werden (z.B. durch Abschleifen).

Autofahrer die eher gemächlich unterwegs sind, müssen prinzipiell nichts weiter beim Einbremsen beachten. Fahren Sie mehrere hundert Kilometer, so wie Sie alltags sonst auch fahren würden. Dann erhalten die Bremsbeläge automatisch die nötige Standfestigkeit, um bei Bedarf die volle Bremsleistung zu erzeugen.

Bei schneller Straßenfahrt

Energische Fahrer die nach den ersten moderaten 500-600 Kilometern (bitte auch erst dann!) sehr sportlich im Straßenverkehr unterwegs sind und Materialmischungen wie Greenstuff, Redstuff oder Yellowstuff nutzen, werden bei aggressiven Bremsmanövern möglicherweise eine Geruchs- oder sogar Rauchentwicklung der Bremsen wahrnehmen. Die entsteht durch das Verbrennen von flüchtigen Stoffen auf der Bremsbelagsfläche und ist kein Grund zur Panik oder Beanstandung, denn tatsächlich gehört es zum finalen Einfahrprozess der Beläge, die erstmals (nicht alltäglichen) Bremsscheibentemperaturen von 400 – 500°C ausgesetzt sind.

Sobald die Bremsbeläge diese Wärmeaushärtung und die Phase des „Green Fade“ überstanden haben, erhalten sie ihre finale Standfestigkeit.

Zusätzliche Einbremshinweise für Rennstreckennutzung

Yellowstuff

Der Yellowstuff ist zwar rennstreckentauglich, hat aber eine relativ lange Bed-In Phase, weshalb sich als Einstiegs-Rennbremsbelag eher der Bluestuff eignet, der wiederrum auch straßentauglich ist.

Möchten Sie dennoch den Yellowstuff auf der Rennstrecke verwenden, befolgen Sie bitte folgenden Einbremsprozess:

Pre Bed Fade 1 - Fahren Sie etwa 80 bis 160 Kilometer auf der Straße, damit sich die Bremsbeläge an die Discs anschmiegen und vollen Kontakt herstellen können. Anschließend bremsen Sie 8x im 300m-Abstand von ca. 130 km/h auf 50 km/h herunter und lassen Sie das Fahrzeug danach frei rollen, um die Bremsen abzukühlen.

Fade 2 - nach der ersten Einbrems-Phase auf der Straße führen Sie jetzt 10 Bremsvorgänge auf der Rennstrecke mit mittlerem Bremsdruck von 130 km/h auf 30 km/h durch – immer in 300m-Intervallen. Lassen Sie die Bremsen danach etwa 15 Minuten in der Box auskühlen.

Fade 3 – Führen Sie 6 Bremsvorgänge mit hohem Bremsdruck von ca. 150 km/h auf 30 km/h durch, wobei Sie zwischen den Bremsungen voll beschleunigen (die Bremsintensität sollte jeweils bei etwa 80% einer Notbremsung liegen). Danach lassen Sie die Bremsen mindestens eine Stunde lang vollständig abkühlen, bevor Sie ins Rennen gehen.

Tipp: benutzen Sie Bremsscheiben-Temperaturlacke, um die anliegenden Temperaturen im Auge zu behalten

Bluestuff

Führen Sie erst die Pre Bed Fade-Routine auf der Straße (oder Rennstrecke) und danach die Fade 2-Routine auf der Rennstrecke durch (s. Yellowstuff).

Die neueste Bluestuff DM3362-Mischung sowie die „Low μ“-Variante der Hinterachse müssen Sie nur bis zur Fade 2-Routine einbremsen – Fade 3 ist nicht zwingend notwendig, es sei denn die Bremsscheiben sind bereits in schlechterem Zustand, was das „Anschmiegen“ erschwert. Wichtig ist aber eine Abkühlphase von mindestens 15 Minuten!

RP-X™ and RP-1™

Für diese Beläge entfällt die Pre Bed Fade-Routine auf der Straße, weil diese Beläge einzig für die Nutzung auf der Rennstrecke vorgesehen sind!

Eine moderate Runde auf der Rennstrecke gefolgt von Fade 3 (s. Yellowstuff) sollte zum „Einbetten“ der Pads ausreichen.

SR11™ and SR21™

Dieser Sintermetall-Bremsbelag ist ebenfalls nicht für die Nutzung auf der Straße vorgesehen und kann prinzipiell ohne große Einbremsphase genutzt werden, es sei denn die Bremsscheiben sind nicht neu und bereits leicht verschlissen. Grundsätzlich sollten aber 3 auf der Rennstrecke ausgeführte Bremsvorgänge der in Fade 3 beschriebenen Routine absolut ausreichen, damit diese Pads ihren vollen Wirkungsgrad erreichen.

Bremsgeräusche können verschiedene Ursachen haben – etwa die Einfahrphase, Schwingungen im Bremssystem oder eine ungünstige Reibfläche. Bei dauerhaftem oder ungewöhnlich starkem Quietschen sollte die Bremsanlage fachgerecht geprüft werden.

Die spezielle Einbremsbeschichtung unterstützt den ersten Kontakt zwischen neuem Bremsbelag und Bremsscheibe. Während der Einfahrphase trägt sie sich kontrolliert ab; anschließend arbeiten Belag und Scheibe mit ihren regulären Reibflächen.

Arbeiten an der Bremsanlage sind sicherheitsrelevant und sollten von qualifiziertem Fachpersonal ausgeführt werden. Anlageflächen und Radnabe müssen sauber sein, Herstellervorgaben sind einzuhalten und neue Scheiben sollten mit passenden neuen Belägen kombiniert werden.

Je nach Produkt und Produktionsgeneration können unterschiedliche Korrosionsschutz-Oberflächen zum Einsatz kommen. Auf der Reibfläche wird die Beschichtung beim Einbremsen abgetragen; andere Bereiche behalten ihren Korrosionsschutz.

Vibrationen können unter anderem durch eine ungleichmäßige Scheibendicke (DTV), Verschmutzungen oder Korrosion an der Radnabe sowie Montage- oder Fahrwerkseinflüsse entstehen. Die Ursache sollte fachgerecht geprüft werden, statt lediglich Teile auszutauschen.

Neue Scheiben und Beläge benötigen eine kontrollierte Einfahrphase, damit sich die Reibflächen gleichmäßig aufeinander anpassen. Beachten Sie stets die produkt- und fahrzeugspezifischen Vorgaben und führen Sie Einbremsvorgänge nur unter sicheren Verkehrsbedingungen durch.

Während des Einfahrens können sich kleinste Partikel lösen und vorübergehend in der Reibfläche festsetzen. Bei starken Riefen, ungewöhnlichen Geräuschen oder veränderter Bremswirkung sollte die Anlage geprüft werden.

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Wenn Ihr Fahrzeug nicht eindeutig auffindbar ist oder Sie bei einer Zuordnung unsicher sind, kontaktieren Sie uns bitte vor der Bestellung. Mit den Fahrzeugdaten beziehungsweise HSN/TSN können wir die Anwendung gezielt prüfen.

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03 / SAFETY FIRST

Bei Bremsen zählt
Sicherheit.

Bremsanlagen sind sicherheitsrelevante Fahrzeugkomponenten. Montage, Diagnose und Instandsetzung sollten von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Fahrzeug- und produktspezifische Herstellervorgaben haben immer Vorrang vor allgemeinen Hinweisen.

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